Weil am Rhein Landkreis Lörrach/ Baden-Württemberg
Am Samstagnachmittag, den 8.November 2025 wurde die Abteilung Stadt sowie die Gesamtwehr der Feuerwehr Weil am Rhein zu einem gemeldeten Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten auf der Hauptstraße zwischen der Insel und der Dreiländergalerie alarmiert. Es wurden mehrere verletzte Personen gemeldet, Anzahl war unbekannt. Da sich einige Einsatzkräfte infolge eines internen Ausbildungstages noch auf der Feuerwache befanden, konnten umgehend nach Alarm die ersten Fahrzeuge besetzt und ausgerückt werden. Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden nach einer schnellen Erkundung der Lage einige der Einsatzkräfte zur Erstversorgung der Verletzten eingesetzt. Diese Aufgabe übernahmen primär die Angehörigen der Feuerwehr Weil am Rhein, die durch Fortbildung oder berufliche Tätigkeit im Rettungsdienst qualifiziert waren. Dabei wurde Hand in Hand mit den eintreffenden Kräften des Rettungsdienstes gearbeitet. Parallel zu den Versorgungsmaßnahmen stellten die Einsatzkräfte Sichtschutzelemente auf, um die Patienten und die Einsatzstelle vor der anwesenden Menschenmenge abzuschirmen. Die Einsatzstelle wurde großräumig abgesperrt. Eine gemeinsame Führung des Einsatzes durch Feuerwehr-Polizei und Rettungsdienst wurde eingerichtet. In den Lagebesprechungen wurden die Maßnahmen der Einsatzpartner untereinander abgestimmt. Im weiteren Verlauf wurden durch die Einsatzkräfte der Feuerwehr Weil am Rhein die am Unfall beteiligten Fahrzeuge identifiziert-bei diesen wurden die Batterien abgeklemmt, um gefahren infolge eines technischen Defekts präventiv zu verhindern: eine klassische Maßnahme der Feuerwehr bei Verkehrsunfällen. Die Betroffenen bei dem Unfall, sprich die Augenzeugen in den Fahrzeugen und zu Fuß, wurden zunächst vor Ort betreut und dann mit einem dafür angeforderten Bus auf die Feuerwache an der Basler Straße zur weiteren Betreuung gefahren. Beteiligt dabei war auch das Krieseninterventions-Team des DRK Kreisverbandes Lörrach welches psychosoziale Akuthilfe leistete. Auch für die eigenen Einsatzkräfte wurde der psychosoziale Ansprechpartner-der Feuerwehrseelsorger verständigt. Dieser nahm sich der Feuerwehrangehörigen an, die nach und nach aus dem Einsatz entlassen werden konnten und auf die Wache fuhren. Zur Sicherung der Einsatzstelle und zur Bergung der am Unfall beteiligten Fahrzeuge waren verschiedene Maßnahmen nötig, unter anderem musste ein umgefahrener Baum und eine Straßenlaterne entfernt werden. Zur Entfernung der Laterne wurde der Städtische Elektriker hinzugezogen. Die Einsatzkräfte unterstützten die Polizei bei ihren Maßnahmen zur Aufnahme der Unfallstelle, etwa per Ausleuchtung der Einsatzstelle. Auch die Abschleppdienste, die die am Unfall beteiligten Fahrzeuge aufnahmen, unterstützten die Einsatzkräfte. Zur Säuberung der Unfallstelle von Kraftstoffen und Glassplittern wurde ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs mit einer Kehrmaschine angefordert. Gegen 19:30 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte der Feuerwehr die Einsatzstelle verlassen. Von der Feuerwehr Weil am Rhein waren 10 Fahrzeuge mit etwa 50 Einsatzkräften beteiligt. Auch der Stv. Kreisbrandmeister Dietmar Fink war vor Ort. Er koordinierte die Information der Bevölkerung per Warn-Apps, dass der Bereich der Einsatzstelle gemieden werden sollte. Von der Stadtverwaltung waren die Oberbürgermeisterin Diana Stöcker, die Leiterin des Rechts-und Ordnungsamtes Ellen Nonnenmacher und die Leiterin des Hauptamtes Annette Huber anwesend, um die Einsatzleitung zu unterstützen. Da große Teile der Abteilung Stadt bei dem Einsatz beteiligt waren, wurde zum Erhalt des Grundschutzes der Kleinalarm der Abteilung Haltingen zur Wachbereitschaft im Feuerwehrhaus Haltingen alarmiert. Am Sonntagmorgen um 9:21 Uhr wurde der Kleinalarm der Abteilung Stadt nochmals an die Unfallstelle alarmiert, da die verbliebenen Kraftstoff-Spuren am Boden eine Rutschgefahr für Passanten darstellte. Nach derzeitigem Kenntnisstand kollidierte ein Linienbus aus noch unbekannter Ursache beim Anfahren aus einer Haltestelle zunächst mit einem geparkten Taxi, welches auf ein weiteres Taxi geschoben wurde. Sodann fuhr der Bus in die Hauptstraße in Richtung Friedensbrücke ein, wo es zur Kollision mit einem in gleicher Richtung fahrenden Pkw kam, welcher durch den Zusammenstoß gegen einen Baum abgewiesen wurde. Anschließend fuhr der Bus auf einen weiteren Pkw auf, wodurch der Bus nach links auf den Gehweg abgewiesen wurde. Auf dem Gehweg wurden im weiteren Verlauf zwei Personen vom Bus erfasst. Darunter die 34-jährige Verstorbene und ein Kind, welches schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert wurde. Weitere Personen verletzten sich beim Versuch sich in Sicherheit zu bringen leicht und konnten vor Ort ambulant behandelt werden. Der Bus setzte seine Fahrt fort und geriet über die Hauptstraße in den Gegenverkehr. Vor der Friedensbrücke kollidierte der Bus noch mit zwei weiteren Fahrzeugen, bevor er zum Stehen kam. Der Linienbus wurde beschlagnahmt und wurde zum weiteren Verlauf der Ermittlungen zur Klärung eines möglichen Defekts durch einen technischen Sachverständigen begutachtet. Die genaue Anzahl der durch das Geschehen Betroffenen konnte noch nicht benannt werden, da sich Personen noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte bereits entfernt hatten. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen mussten drei Verletzte in stationäre Behandlung. Neben zahlreichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes waren über 15 Streifenwagen im Einsatz. Die Unfallstelle war bis 19:15 Uhr gesperrt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens und die Unfallursache sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen, weshalb hierzu noch keine Angaben gemacht werden können. Die Verkehrspolizei Weil am Rhein hat die Ermittlungen aufgenommen und suchte weitere Geschädigte, die mit ihren Fahrzeugen dem Linienbus ausweichen mussten, sowie Passanten, die durch den Linienbus gefährdet wurden. Pressemitteilung Staatsanwaltschaft Lörrach& Polizei- Feuerwehr Weil am Rhein – Karl-Heinz Rümmele Foto: Feuerwehr Weil am Rhein