Über 200 Einsatzkräfte gaben ihr Bestes
Ein Bericht von Karl-Heinz Rümmele/ Feuerwehr Schopfheim und THW Schopfheim/ Fotos: Tobias Reichert
Am Samstag, 1. November wurden die Rettungskräfte um 10:25 Uhr zu einem B3-Gebäudebrand Person vermisst nach Ehner-Fahrnau alarmiert. Um 10:27 Uhr wurde das Aufgrund der sofort ersichtlichen Dimension des Brandes sowie zwei zu rettenden Personen und einer bedrohten Nachbarbebauung die Alarmstufe umgehend auf B4 erhöht, was einen Großeinsatz von Kräften aus den Landkreisen Lörrach und Breisgau-Hochschwarzwald auslöste. Weiterhin wurde eine NINA-Warnung veröffentlicht, welche im Laufe des Tages witterungsbedingt immer wieder aktualisiert wurde. Durch einen massiven und koordinierten Kräfteeinsatz gelang es den Einsatzkräften, den Brand zeitnah unter Kontrolle zu bringen und eine weitere Ausbreitung auf umliegende Bereiche erfolgreich zu verhindern. Beide Personen konnten unbeschadet gerettet werden und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus zur Untersuchung verbracht. Die aufwändigen Löscharbeiten, insbesondere das Ablöschen von tiefsitzenden Glutnestern, zogen sich über den gesamten Tag und die Nacht hin. Nach über 14 Stunden im Dauereinsatz konnte am frühen Morgen des 2. Novembers, gegen 01:20 Uhr „Feuer aus“ gemeldet werden. Von den Ortsvereinen des THW Schopfheim, Rheinfelden, Bad-Säckingen und Müllheim waren insgesamt 41 THW Helferinnen-und Helfer im Einsatz mit zahlreichen Fahrzeugen im Einsatz, auch mit ihrer Drohneneinheit. Nach fast 24 Stunden konnte der Einsatz für das THW beendet werden. Im Einsatz der eine umfassende überörtliche und landkreisübergreifende Zusammenarbeit forderte waren die Feuerwehren aus Schopfheim, Zell, Hausen, Wieslet, Weil, Lörrach, Rheinfelden/Baden, Werksfeuerwehr DSM, Feuerwehr Breisach, Feuerwehr Steinen, Feuerwehr Maulburg, Feuerwehr Hasel, Feuerwehr Kleines Wiesental, Feuerwehr Todtnau, Firma Binder und Blum sowie Odenwald Transporte. Insgesamt waren 25 Feuerwehren und Spezialgruppen, 9 BOS –Organisationen (u.a. THW, DRK, Polizei) sowie 4 Fachfirmen. Besondere Unterstützungseinheiten aus dem Landkreis Lörrach: Feuerwehr Lörrach (mit Bedienpersonal) für überörtliche Spezialkomponenten: Multikopter (Drohne) zur Lageerkundung aus der Luft und Thermografie. Abrollbehälter (AB) Führung zur Unterstützung der Einsatzleitung. Abrollbehälter (AB) Atemschutz zur Sicherstellung der Atemluftlogistik, Werksfeuerwehr DSM: Einsatz der Teleskopmastbühne (TMB) zur Absicherung der Absturzsicherungsgruppe von oben. Feuerwehr Weil am Rhein mit Absturzsicherungsgruppe und Messgruppe. Deutsches Rotes Kreuz Schopfheim und Maulburg-Kleines Wiesental zur Verpflegung der Einsatzkräfte. THW Schopfheim und Rheinfelden mit Logistik, Führungsunterstützung und Licht. Aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald: Feuerwehr Breisach Ebenfalls zur Unterstützung mit einem Abrollbehälter (AB: ) Atemschutz. THW Breisach und Müllheim: Technische Unterstützung (Anmerkung: Der Einsatz von zwei Abrollbehältern Atemschutz unterstreicht den extrem hohen und personalintensiven Bedarf an Atemschutzflaschen während des Einsatzes). Abschluss und Nachbereitung. Der Einsatz vor Ort ist beendet. Die umfangreiche Nachbereitung (Reinigung und Prüfung von hunderten Metern Schlauchmaterial, kontaminierten Atemschutzgeräten und Schutzkleidung) wird die beteiligten Wehren und zentralen Werkstätten noch mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein herzliches Dankeschön geht seitens der Feuerwehr Schopfheim an alle Helferinnen, Helfer, Blaulichteinheiten und externen Firmen, die durch ihren Einsatz zum Erfolg beigetragen haben. Besonderen Dank geht an Tobias Reichert für die zur Verfügung gestellten Aufnahmen. Der entstandene Gesamtschaden wird von der Polizei vorsichtig auf etwa 1.000.000 Euro geschätzt. Zur Brandursache wird noch ermittelt.